Alte Olive macht es sich im Weinfass gemütlich. Fragen Sie sie doch mal was so los war vor 150 Jahren
Es ist nicht einfach für die unsere Kleinen. Sie sollen ja schön und groß sein wenn der Frühling kommt. Sodass die Kunden sagen: "Ja ist der grooooß geworden, der Kleine"!! Sowas lieben einfach alle Kinder. Egal ob bei Menschen oder bei Pflanzen. Das hat aber auch zur Folge, dass wir sie hegen und pflegen müssen in unseren Gewächshäusern. Schön warm halten. Immer wieder ein wenig Wasser geben und viel viel Zuwendung. Manchmal wollen sie sogar eine kleine Geschichte hören.
Tamarillo reift in selbstmörderischer Absicht heran. Schmeckt gut
In mühseeliger Kleinarbeit werden die Pflanzen von Hand beschnitten, jeder einzelne Steckling in einem persönlichen Ritual steckfertig gemacht. Und dann mit vielen anderen jungen Stecklingen in ihre neue Umgebung gesteckt. Ab jetzt können sich die Kleinen darauf konzentrieren, ihre allerersten eigenen Wurzeln zu bilden und damit ein Stück Eigenständigkeit zu erlangen. Das ist keine leichte Aufgabe für die Pflänzchen. Nicht allen gelingt dieser Schritt. Diejenigen die es schaffen, können Sie dann im kommenden Sommer auf den Gartenfestivals und in unserer Gärtnerei bestaunen und erwerben!
Kapern wollen alles, nur nicht zu viel Pflege und Zuwendung. Ein Hauch von Masochismus umgibt die Pflanzen
So sehen kleine Thymian Pflanzen aus, die schon Wurzeln gebildet haben. Alle werden sorgsam von Hand in entsprechende Töpfe gesetzt, die passende Erde dazu und damit dürfen sie drauf loswachsen wie es ihnen gefällt.
Zitronenblüten sind unverschämt verführerisch. Citruspflanzen auf der Balz. Da ist was geboten
Ab jetzt sind die Pflanzen für diesen Winter an ihrem angestammten Platz angelangt. Hier dürfen sie wachsen und sich wohl fühlen. Sie können hier auch meckern und sich über den mangelnden Service das nicht sichtbare Maul zerreißen. Wir werden aber dennoch nicht von unserer Linie abweichen, sie dann und wann mit Kräutermedizin zu behandeln. Zur Stärkung ihrer Abwehrkräfte. Bei den Menschen quälte man die Kinder früher mit Lebertran, heute mit Salviathymol. Die kleinen Pflanzen müssen Schachtelhalm- Wermut- und Brennesseltee über sich ergehen lassen. Zu deren Beruhigung kann man aber feststellen, dass den erwachsenen Pflanzen diese Behandlung auch nicht erspart bleibt. Bisher sind aber all diese Behandlungen zur Zufriedenheit der Pflanzen verlaufen. Und so soll es ja letztlich auch sein. Dafür bleibt ihnen dieser chemische Schmarrn erspart!
   

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