Eingepackt
wie ein Nomade im sibirischen Winter steht die Hanfpalme nun da und
harrt der Dinge die da kommen. Dieses sture Gewächs hat sich einfach
geweigert, ins schützende Glashaus zu ziehen. "Da stinkts", war ihr
Komentar. "Und mir den ganzen Winter wieder dieses Gejammere über all
die Unbefindlichkeiten von den anderen Pflanzen anzuhören dazu hab ich
keine Lust mehr. Und außerdem gibt immer einige, die schnarchen. Da
kann ich nicht schlafen. Ich bleib draußen"! Sprachs und nun steht sie
da.
Um diese zickige Palme nicht sich selbst
überlassen zu müssen, habe ich aus der Not eine Tugend gemacht und ihr
eine Palmheizung verpasst!! Einen Heizschlauch über die Wurzeln und den
Stamm. Gesteuert über einen Temperaturregler. Eingewickelt in dünnes
aber isolierendes Vlies. So bleibt zu hoffen, dass der Eremit unter den
Hanfpalmen einen bayrischen Winter übersteht. Wenn Sie sich für diese
Variante der Überwinterung interessieren, dann schreiben Sie mir. Aber
vorsicht! Die Technik ist das Eine. Es muss sich aber schon die
entsprechende Pflanze finden, die für so einen vermeindlichen Blödsinn
zu haben ist.
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